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Die Technik des Tiefdrucks 

Zu den wohl bekanntesten Techniken des Tiefdruckerfahrens gehören der Kupferstich und die Radierung im Allgemeinen. Die Spezifik des Tiefdrucks besteht darin, daß bei den ihm angewandten Verfahren die zum Abdruck kommenden Teile niedriger (tiefer) als die Druckstock- oberfläche liegen. Die Farbe wird in die tiefer liegenden Partien eingerieben und erscheint nach dem Abdruck, der auf befeuchtetem Papier vorgenommen wird, leicht pastos.

Das allgemeinste Merkmal aller Tiefdrucktechniken ist der durch den Druck in das Papier entstandene Plattenrand (Facette). Diese Einprägung erscheint uns auf der Rückseite des Blattes als Erhöhung. Bei z. Bsp. tieferen Ätzungen zeigt die Rückseite ein feines Relief. Allerdings hat auch eine mechanisch hergestellte Heliogravüre einen solchen Plattenrand.

Das allgemeinste Qualitätskriterium aller Tiefdrucktechniken ist der Plattenzustand, bzw. sein Abnutzungs- grad. Die Blätter sollten kräftig und satt ausgedruckt sein. Je höher die Abnutzung des Druckstocks, desto schwächer dessen Abdruck. Um die Abnutzung der meist aus Kupfer oder Zink bestehenden Platten zu verhindern werden diese mitunter galvanisch mit einer Stahlschicht überzogen, wobei Abzüge hiervon weniger ausdrucksvoll und frisch wirken.

Der Tiefdruck erlaubt dem Künstler eine hohe Souveränität. Allerdings werden oft auch verschiedene Verfahren miteinander kombiniert. Wir finden oft auch in einem Werk Elemente des Tiefdrucks, eines Materialabdrucks u.a. vereint.
 Wir unterscheiden zwei Gruppen von Tiefdrucktechniken:

1. Das trockene oder kalte Verfahren, bei dem die Platte manuell mit Werkzeugen bearbeitet wird, wie beim Kupferstich, der Schabkunst oder auch bei der Kaltnadelradierung.

2. Das nasse oder warme Verfahren, bei dem auf chemischen Wege, mittels Säuren ( bei Kupfer z.Bsp. mit EisenIIIChlorid und bei Zink mit Salz- oder Salpetersäure ) die Zeichnung in die Druckplatte geätzt wird, wie bei der Radierung und ihren Variationen ( Strichätzumug, Aquatinta, Vernis mou u.a. ).

Die verbreitesten Techniken sind der Kupferstich, die Schabkunst ( Mezzotinto ), die Kaltnadel-Radierung die Ätz-Radierung, die Aquatinta (einschließlich Ausspreng - Verfahren und Pinselätzung) und einige Farbdruckverfahren. Auf Kombinationen von verschiedenen Tiefdrucktechniken und Tiefdruckverfahren mit anderen Techniken kommen wir später.
Weitere Techniken des Tiefdrucks wie Stahlstich, Niello, Punzenstich, Punktiermanier, Tiefätzung/Prägedruck, Blinddruck/Gaufrage, die auf dem Lithostein mit Werkzeugen des Tiefdrucks realisierte Steingravour werden wir in einem kleinen Lexikon erörtern.

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