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Gefahr durch Licht

Der Sammler darf den gefährlichen Einfluß des Lichtes (auch des künstlichen!) nicht unterschätzen. Vergilbung ist bei alten Drucken nahezu unvermeidlich. Bei jüngeren Drucken, etwa seit Anfang des 20. Jhd., kann sie allerdings auch ein Zeichen schlechten Papieres sein: Besonders bei holzhaltigen Papieren mit hohen Ligninanteil geht der Vergilbungsprozeß nahezu rapide vor sich. Das erkennt man am besten, wenn man ein Blatt unter Passepartout legt. Im ungünstigsten Falle ist das Papier im Ausschnitt - also jenem Feld, worauf sich die Darstellung befindet - schon nach 3 Wochen vergilbt. Das tritt natürlich nur dann ein, wenn die Arbeit dem Licht (auch dem indirekten) ausgesetzt ist. Um solche Schäden zu vermeiden, sollte der Sammler versuchen, Drucke auf gutem Papier (Wasserzeichen!) zu erwerben, der Künstler bzw. Drucker auf solchem zu drucken. Es handelt sich auch oft um Vorzugsdrucke einer Auflage.

Der gelbliche oder chamoise Ton eines Papieres darf aber nicht schlechthin als Anzeichen einer Vergilbung angesehen werden. Es gibt viele gute Bütten, Kupferdruckkartons, Achat- und Japanpapiere usw., die gelblich oder chamois auf dem Markt sind oder waren. (etwa "Rives-BFK", "Johannot", "Velin", "Vabriano-Cover" oder auch von "Hahnemühle" etc.)

Die Vergilbung selbst ist bei Grafik oder Zeichnung nicht eimal das ärgerlichste. Sie kann durch restauratorischen Eingriff beseitigt werden. Das größere, weil kunstzerstörende Übel sind Ausbleichungen und Verblassungen, die zu kompositorischen Verschiebungen und demzufolge zu Änderungen innerhalb eines Kunstwerkes führen. Besonders groß ist der Schaden bei Aquarellen und Zeichnungen. Zeichnungen in Bister, Rötel, Steinkreide, Grafit oder Tusche, Lavierungen mit Ultramarin, Ocker und Terra di Siena sind relativ lichtbeständig (mineralisch). Pflanzen- und Tierfarbstoffe (organisch) verblassen jedoch. Große Vorsicht ist besonders bei allen Rot- und Gelbtönen geboten. Die Farbstärke läßt überdies nicht gleichmäßig, sondern in verschiedener Gradation nach. Es gibt jedoch auch Farben, die durch Lichteinfluß auch dunkler werden. Das Licht bewirkt also eine Änderung des Farbcharakters! Der Sammler muß solche Einflüsse bei der Aufbewahrung berücksichtigen, um seinen Blättern nicht empfindlichen und kaum wieder gut zu machenden Schaden zuzufügen.

Größere Sammlungen, ab ca. 300 Blatt sollten katalogmäßig erschlossen werden. Der Katalog ist das Rückgrat jeder Sammlung. Der Sammler beginnt seine Werke damit auch wissenschaftlich zu bearbeiten. Ob althergebracht mit Ordner und Karteikarte oder mit einem PC-Prgramm, man sollte sich für eine bestimmte Systematik, Chronologie, entscheiden und diese beibehalten.

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